Die 30. Olympischen Spiele der Neuzeit begeisterten nicht nur die Briten: Zwei Wochen lang stand London ganz im Zeichen der Olympischen Ringe und des größten Sportereignisses der Welt.
Es war nur ein Double von Königin Elizabeth II., das am Fallschirm ins Olympiastadion schwebte. Doch die Queen bewies Humor. In einem Videoclip, der bei der Eröffnungsfeier gezeigt wurde, trat sie mit James Bond alias Daniel Craig auf.
Auch der Buckingham Palace gehörte zu der traumhaften Kulisse, die London für zahlreiche Wettbewerbe bot. Ob Geher, Marathonläufer oder Radprofis - sie alle passierten im Wettkampftempo die Sehenswürdigkeiten.
Die Ränge waren voll, das Spalier dicht. Und die Zuschauer feuerten alle Athleten an, egal ob Sieger oder Verlierer. Gänsehautstimmung. Gold für die Fans!
Die britischen Fans hatten viel Grund zum Jubeln - nicht nur, aber auch auf der Radbahn. Chris Chris Hoy (r.) bereicherte seine Medaillensammlung um zwei weitere Goldmedaillen. Sir - also zum Ritter geschlagen - war er schon vor den Spielen.
Seht her, ich bin der Blitz! Usain Bolt war erneut der Superstar der Spiele. Wie schon 2008 in Peking holte sich der Jamaikaner Gold über 100 und 200 Meter sowie mit der 4x100-Meter-Staffel. "Ich bin jetzt eine lebende Legende", weiß Bolt.
Mit einem Rekord, der nach Ewigkeit riecht, verabschiedete sich Michael Phelps aus London. 22 Mal olympisches Edelmetall, davon 18 Mal Gold, sammelte der schwimmende Medaillenhamster in seiner Karriere, die sich dem Ende zuneigt.
"Das war der wohl beste 800-Meter-Lauf der Geschichte und die beste Leistung der gesamten Spiele", lobte Olympia-Cheforganisator Sebastian Coe den Weltrekordlauf von David Rudisha. Der Kenianer war der erste Massai, der olympisches Gold gewann.
Armes Trikot! Diskuswerfer Robert Harting kennt keine Gnade für Textilien, wenn er große Titel holt. Der Olympiasieg war nach WM- und EM-Triumph der dritte Goldcoup des Deutschen innerhalb eines Jahres.
Ihr Olympiasieg war die Sensation schlechthin aus deutscher Sicht. Julius Brink (r.) und Jonas Reckermann gewannen nach einem dramatischen Finale Gold im Beachvolleyball - als erste Europäer überhaupt in der Olympia-Geschichte.
Nach 80 Sekunden verlor sie, dennoch schrieb Judoka Shaherkani Geschichte: Als erste Sportlerin aus Saudi-Arabien betrat die 16-Jährige die Olympia-Bühne - mit Kopfbedeckung. Die Sittenwächter in ihrer Heimat waren dennoch "not amused".
Schockmoment der Spiele: Als die 196-Kilo-Hantel auf den Nacken von Gewichtheber Matthias Steiner krachte, hielten die Zuschauer den Atem an. Die Ärzte gaben Entwarnung. Felix, der Sohn des Olympiasiegers von 2008, war beruhigt: "Papa aua, Papa gut."
Viele Tränen vergoß Shin A Lam. Die Fechterin aus Südkorea saß nach ihrer Niederlage in buchstäblich letzter Sekunde gegen Britta Heidemann eine halbe Stunde lang weinend auf der Planche - auch aus Protest gegen die Kampfrichter.
Ihr bester Hammerwurf war eindeutig weiter als der Computer anzeigte. Die Kampfrichter maßen per Hand nach: Bronze für Heidler.
Das waren die Olympischen Spiele 2012.