Auf der ganzen Welt gibt es Bräuche, um sich vom alten Jahr zu verabschieden und ins neue Jahr zu starten. Glücksbringer spielen dabei eine wichtige Rolle. In Deutschland schenken sich die Menschen Schornsteinfeger- und Schweinchenfiguren - oder sie gießen Blei. Das erhitzte Blei schmeißen sie in kaltes Wasser. Dabei entstehen Formen, die orakelhaft die Zukunft voraussagen sollen.
In Spanien gibt es überall an Silvester Weintrauben zu kaufen. Denn pünktlich um Mitternacht müssen zwölf Weintrauben verspeist werden, mit jedem Glockenschlag eine. Bis zum letzten Schlag müssen alle aufgegessen sein, sonst droht Unglück! Frauen tragen außerdem in der Silvesternacht rote Unterwäsche, damit es mit der Liebe klappt im nächsten Jahr.
Die Griechen spielen am Silvesterabend Karten um Geld. Wer gewinnt, braucht sich im nächsten Jahr um seine Finanzen nicht zu sorgen. Wer verliert, hat leider Pech. Eine zweite Chance gibt es aber am Neujahrstag. Wer das Geldstück findet, das in dem Kuchen "Vassilopita" versteckt ist, hat Glück. Außerdem schmeißen die Griechen Granatäpfel auf den Boden - auch das soll Reichtum und Glück bringen.
Die Brasilianer pflegen viele Traditionen rund um den Jahreswechsel, die Glück bringen sollen. Neujahr treffen sich die Menschen am Strand und springen über sieben Wellen. Sie tragen weiße Kleidung, weil das Glück bringen soll und die Farbe ihrer Unterwäsche bringt zum Ausdruck, was sie sich im nächsten Jahr wünschen. Rot bedeutet z.B. Liebe, weiß Frieden und gelb Geld.
In Chile sollte man Silvester um Mitternacht niemals seinen Sekt achtlos runterkippen. Auf dem Grund liegt nämlich ein Ring, der Wohlstand und Glück bringen soll. Viele Chilenen verbrennen eine Puppe aus Altkleidern, der man einen Zettel in die Tasche steckt, auf der alle Misserfolge des Jahres stehen. Zur Mitternacht wird die Puppe verbrannt, - und mit ihr alle Niederlagen des alten Jahres.
In Mexiko beginnt Neujahr mit einer Reise um die Häuserblocks. Zur Mitternacht ziehen die Mexikaner, zum Klang der zwölf Glockenschläge, mit Koffern durch die Straßen, oder gehen einmal ums Haus - das verspricht Reisen im neuen Jahr. Glück bringt es auch, den Bürgersteig und die Zufahrt zum Haus zu fegen und dann den Besen zu verbrennen, um damit den Schmutz des alten Jahres zu vernichten.
In Argentinien machen viele Firmen und Unternehmen zum Jahreswechsel Tabula rasa und befreien sich von der Last des alten Jahres: Sie schreddern am 1. Januar alte Akten und streuen das Konfetti dann aus den Fenstern, so dass es den ganzen Tag über aussieht, als würde es schneien. Die Frauen tragen rosafarbene Unterwäsche, um im nächsten Jahr Glück in der Liebe zu haben.
In Japan ist Neujahr ein Fest, an dem Schulden beglichen und Ausgeliehenes zurückgegeben wird, um unverschuldet ins neue Jahr zu starten. Ein Glücksbringer ist die japanische Winkekatze Maneki Neko: winkt sie mit rechts, so bedeutet das Wohlstand. Winkt sie mit der linken Pfote, so bedeutet das Glück. Sie soll dabei die Leute von der Straße hereinwinken und somit auch das Glück.
Die Russen feiern Silvester so wie die Deutschen Weihnachten: mit Geschenken unter dem Weihnachtsbaum. Als Glücksbringer verschenken sie das jeweilige Symboltier des chinesischen Kalenders oder orientieren ihre Kleidung daran. 2013 beginnt das Jahr der Schlange. Wer anderen Glück wünscht, verschenkt eine Plüschschlange und zieht sich besonders glitzernd an, damit die Schlange zufrieden ist.
In Kolumbien legen sich die Menschen Silvester in die Badewanne. Aber nicht, um sich zu waschen, sondern um Glück zu tanken. Denn die Badewanne ist voller Rosenblüten. Die Rose bedeutet aber auch Reichtum und Vollkommenheit. Außerdem verspeisen viele Kolumbianer 12 Linsen, um im neuen Jahr keinen Mangel zu erleiden, sondern im Überfluss zu leben.
Eine Reise durch die Welt der Glücksbringer